Krankheitsbild Peyronie – wie Betroffene am besten vorgehen

Es gibt zahlreiche Männer, die im Laufe ihres Lebens mit Problemen des Penis zu kämpfen haben. Eine der häufigsten Erkrankungen ist dabei die sogenannte Peyronie. Bei einer Peyronie handelt es sich um eine Krümmung des Penis, welche mit der Bildung von Narbengewebe zusammenhängt und das Leben von Betroffenen negativ beeinflussen kann. Unter anderem Schmerzen beim Sex oder eine Verkleinerung des Penis können als Folge einer Peyronie auftreten. Beides ist alles andere als unangenehm.

Das Problematische an einer Peyronie ist, dass die Krankheit nicht selten in einem Teufelskreis aus Depressionen mündet. Schließlich begünstigen sexuelle Probleme psychische Beschwerden und diese wiederum können zu sexuellen Komplikationen führen. Betroffene Männer sollten daher stets versuchen, die Krümmung zu behandeln, bevor sich die Symptome verschlimmern. Wie Mann dabei am besten vorgeht, möchten wir Ihnen zeigen.

Ärztliche Beratung sollte immer der erste Schritt sein

Es gibt einige Behandlungsmöglichkeiten, die bei einer Penisverkrümmung infrage kommen, aber Sie sollten nicht einfach irgendeine davon aussuchen, sondern sich erst einmal gründlich beraten lassen. Suchen Sie also einen Facharzt (Urologen) auf, der sich das Problem näher anschaut. Was letztendlich am besten ist, hängt schließlich maßgeblich von dem individuellen Fall ab. Es macht beispielsweise einen großen Unterschied, ob die Krankheit noch im Anfangsstadium oder bereits fortgeschritten ist. Sie sollten daher einen Arzt fragen, was sich in Ihrer persönlichen Situation am ehesten anbietet. Auf diese Weise gehen Sie keine unnötigen Risiken ein und genießen bessere Erfolgsaussichten.

Hilfe bei einer Penisverkrümmung

Peyronie durch einen medizinischen Expander behandeln

Es gibt medizinische Expander, die von einer Peyronie betroffenen Männern dabei helfen sollen, ihren Penis zu begradigen und gegebenenfalls zu verlängern. Allerdings konnte diese Wirkung bisher lediglich bei einem einzigen Gerät – dem PeniMaster PRO – nachgewiesen werden. Die Wirkung des besagten Geräts wurde in einer klinischen Studie unter Leitung des Medizinspezialisten Dr. Ignacio Moncada geprüft und es ist nachgewiesen, dass bereits nach drei Monaten mit einer Verbesserung des Problems zu rechnen ist. Das ist beachtlich, da physikalische Methoden normalerweise länger brauchen, um die ersten Behandlungsergebnisse zu erzielen. Zudem gibt es viele, deren Wirkung bisher nicht erwiesen werden konnte.

Chirurgischer Eingriff nur in Ausnahmefällen zu empfehlen

Wie bei anderen Problemen des Penis kann eine Operation auch dann helfen, wenn es darum geht, eine Peyronie zu beseitigen. Allerdings ist ein chirurgischer Eingriff nur in Ausnahmefällen zu empfehlen. Zwar lässt sich das Narbengewebe meist ohne Komplikationen beseitigen, aber das Ganze hat einen hohen Preis, denn die Maßnahme geht mit einer Verkürzung des Penis einher. Ein entsprechender Eingriff sollte daher nur dann eine Option darstellen, wenn andere Maßnahmen keine Wirkung erzielen und Geschlechtsverkehr nicht mehr möglich ist.

Medikamente bieten sich vor allem im Anfangsstadium an

Ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, hängt in erster Linie davon ab, wie fortgeschritten die Erkrankung ist. Im Anfangsstadium können unterschiedliche Medikamente zu einer Beschleunigung der Wundheilung beitragen. Zudem ist es möglich, weiterer Narbenbildung vorzubeugen. In späteren Stadien ist das jedoch anders und meist braucht es alternative Maßnahmen, um die Komplikationen der Erkrankung anzugehen oder diese gar gänzlich zu beseitigen.